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Aktuelles

Am 14. Januar 2020 trat der konservative Alejandro Giammattei die Nachfolge von Präsident Jimmy Morales an. Giammattei von der Rechtspartei Vamos gehört der etablierten Machtelite an und setzt sich weder für die Korruptionsbekämpfung noch für dringend nötige politische und soziale Reformen ein. Am 18. November verabschiedete der Kongress in einem intransparenten Schnellverfahren den Staatshaushalt für 2021. Dieser sah eine rekordhohe Neuverschuldung bei gleichzeitigem Sozialabbau vor. Landesweite Massenproteste zwangen den Kongress zu einem Rückzieher.   Verfolgen Sie die aktuelle Entwicklung auf Facebook.

Die Nickelmine Fénix des Schweizer Bergbaukonzerns Solway Investment Group GmbH am Izabalsee im Nordosten Guatemalas steht im Verdacht, für Umweltverschmutzungen und Menschenrechtsverletzungen verantwortlich zu sein. In einem Film sowie einem neuen Bericht und einer Medienmitteilung beleuchten wir die die konfliktreiche Geschichte der Mine und zeigen aktuelle Probleme auf.

Seit den Entscheiden des Verfassungsgerichts vom Juni 2020 und Juli 2019 zur Aufhebung der Abaulizenz der Nickelmine Fénix der Solway Investment Group mit Sitz in Zug spitzt sich die Lage in El Estor stetig zu. Guatemala-Netz Zürich hat gemeinsam mit weiteren Schweizer Organisationen die Schweizer Behörden aufgefordert, die Menschenrechte über die Wirtschaftsinteressen zu stellen. Das Projekt "Green Blood" des investigativen Journalistennetzwerks "Forbidden Stories" recherchierte vor Ort und berichtete in führenden euroäischen Medien über Menschenrechtsverletzungen an Bergbaugegnern. Hier unsere Medienmitteilung dazu. 

Der Bundesrat will die Entwicklungszusammenarbeit stärker an die wirtschaftlichen und migrationspolitischen Interessen der Schweiz knüpfen und plant den Rückzug der bilateralen Programme der Direktion für Entwicklungszusammenarbeit DEZA aus Lateinamerika. Da die Federführung der Menschenrechtsprojekte in Zentralamerika bei der DEZA liegt, wäre diese von Menschenrechtskrisen gebeutelte Region vom DEZA-Rückzug hart betroffen. In seiner Vernehmlassungsantwort sprach sich Guatemala-Netz Zürich klar gegen dieses Ansinnen aus.

In Nómada erschien eine Reportage zum wirtschaftlichen und sozialen Debakel, das Goldcorp nach zwölfjähriger Ausbeutung der Goldmine Marlin in San Miguel Ixtahuacán hinterlassen hat.

In Neue Wege 9/2018 berichteten Alba Cecilia Mérida und der mittlerweile verstorbene Rubén Herrera über Erfahrungen des gewaltfreien Widerstands gegen die Ausbeutung von Land, Rohstoffen und Menschen.

Vom 2. bis 18. Februar 2018 reiste eine Delegation der beiden Guatemala-Netze Zürich und Bern nach Guatemala, um sich vor Ort ein Bild über die aktuelle Situation zu machen. Hier geht's zum Bericht.

Für aktuelle Nachrichten verweisen wir auf unsere Facebook-Seite und folgende Webseiten:

Unser Info-Bulletin GUATE-NETZ vertieft zwei- bis viermal jährlich ausgewählte Themen.

Der Nachrichtendienst Fíjate! informiert 14-täglich zu aktuellen Geschehnissen in Guatemala.

Auf der Website und der Facebook-Seite unserer Partnerorganisation Guatemalanetz Bern werden regelmässig interessante Neuigkeiten aus Guatemala aufgeschaltet. Im monatlichen Rhythmus erscheint dort die Kolumne des deutschen Anwalts und Menschenrechtsexperten Miguel Mörth.

Das Nachrichtenportal Amerika21 aus Deutschland berichtet alternativ über Politik und Gesellschaft in Lateinamerika.

Auf der Webseite des Guatemala-Projekts von Peace Brigades International erhalten Sie einen Einblick in die Aktualität des Landes und die Arbeit der Freiwilligen vor Ort.

Die Gemeinschaftspressagentur Prensa Comunitaria veröffentlicht aktuelle Beiträge indigener und mestizischer Journalistinnen und Reporter aus verschiedenen Landesgegenden.

Auf MiMundo.org publiziert der Fotograf James Rodríguez in loser Folge Fotoreportagen über aktuelle Themen und Konflikte in Guatemala.